von Freunden und Obedience!

von Freunden und Obedience!

Das zweite April-Wochenende wird bestimmt für immer als etwas “ganz Besonderes” in Erinnerung bleiben und zwar in jeder Hinsicht!

Doch nun der Reihe nach….

Am Mittwoch kamen wir früh Abends endlich bei Karo im Saarland an. Nachdem die Hunde einige Zeit im Auto saßen, machten wir uns gleich auf zu einem großen Spaziergang in schönster Landschaft. Lia und Neva haben sich natürlich sofort wiedererkannt und es wurde gespielt und gespielt und gespielt… Die Jungs genossen die ausgiebige Tour und vor allem das Möp war denke ich froh, dass Lia mal nicht ihn bespielte sondern jemand anderen gefunden hat ;) Den Rest des Tages ließen wir dann auf der Couch ausklingen und wurden bestens unterhalten. Wer braucht schon einen Fernseher, wenn er Hunde hat?!

Nach einer kurzen Nacht und einem weiteren tollen Gassi an einem See war Shoppen angesagt! Wir packten die Hunde ein um nach unserem Kaufrausch noch im Einkaufscenter zu trainieren, da wir eine Trainingseinheit auf glattem Steinboden vor dem Wettkampf am Samstag für eine gute Idee hielten (zu dem Zeitpunkt waren wir noch der Meinung dass dieser indoor stattfinden – weit gefehlt!). Und was soll ich sagen.. so viel Spaß beim Shoppen hatte ich schon lang nicht mehr! Auch das Training im Anschluss war einfach super! Die Mädels waren toll, die Passanten begeistert und wir konnten so gezielt unter Ablenkung trainieren. Zum Auspowern ging’s dann im Sonnenuntergang auf eine große Wiese, die zum Fotografieren einlud – gesagt getan! Zum Abendessen waren wir dann bei Karos Papa eingeladen.. mmh! Die Saarländer verstehen was von gutem Essen! Wobei sogar ich als Bayerin – und wir sind einiges gewohnt – zeitweise zu kämpfen hatte bei den Portionen! Aber wie heißt es dort so schön: “Hauptsach guat gess!” und das haben wir definitiv! Apropos Essen… was hier noch erwähnt werden muss, ist das Frühstück aus der Bäckerei von Karos Tante. WAHNSINN!

Freitagmorgen stand erstmal Training auf unserem Plan. Also machten wir uns auf zu einem großen Parkplatz ganz in der Nähe, ließen Musik laufen und hatten wahnsinnig tolle Stunden mit unseren fleißigen Hundis. Lia und ich haben uns nochmal an unsere Winkel und Wendungen gemacht und den Sendaway geübt. Mit Balou arbeitete ich an der Fußarbeit weiter und das Möp durfte lustige Sachen mit einer Pylone machen. Karo und Neva habe ich zur Vorbereitung für ihren ersten Wettkampf am Tag drauf, etwas gestewarded und Karo den Ablauf erklärt. Junchen durfte (nachdem sie vor lauter Herzchen in den Augen erstmal einen Abstecher zu Balou machen musste ;) ) auch etwas Fußarbeit und Tricktraining machen – alle waren sie toll!

Im Anschluss drehten wir noch eine große Runde mit den Hunden und wieder musste ich staunen was für schöne Gegenden es im Saarland gibt. Aber dieses Gassi war schon ein besonders tolles – es gab einen Bach zum Plantschen, eine Anhöhe zum rauf und runter rasen und eine gemütliche Bank für Karo und mich ;) Seht selbst….

Das anschließende Ablenkungs-Training am Schosspark machte den Tag perfekt!

Da Chaot (Karo) + Chaot (ich) nicht gerade wenig Chaos garantiert, war eigentlich von Anfang an klar, dass wir es kaum schaffen werden früh ins Bett zu gehen um fit und munter nachts um 3.00 Uhr Richtung Holland los zu kommen. Aber gut, zumindest theoretisch sollte es so laufen… Nach einem weiteren leckeren Abendessen bei Karos Papa machten wir uns also abends um 22.00 Uhr ans Packen, Hunde baden und Auto einräumen. Um 0.30 Uhr waren wir dann auch endlich im Bett, um 2.00 Uhr klingelten 5? Wecker und um 3.00 Uhr ging es pünktlich los Richtung Holland mit einem kurzen Zwischenstopp in Luxemburg (Tanken für 1,27 Euro der Liter Diesel!!). Nach guten vier Stunden Fahrt holte uns allerdings die Müdigkeit ein und wir mussten kurz vor Schiedam schnell eine Runde schlafen. Danach ging es dann aber (mit lauter “Klopfmusik” ;) ) und wir kamen pünktlich am Zielort an. Dann das große Erwachen – der Wettkampf ist draußen! IIIIGITT!!! Es war zwar kein sonderlich schlechtes Wetter aber irgendwie hatten wir uns auf eine gemütliche indoor Atmosphäre eingestellt. Nun ja, man kann nicht alles haben! Direkt nach der Anmeldung ging es auch schon los mit der Beginner-Klasse. Eva und Piper waren die ersten, Lia und ich die vierten in der Reihenfolge, dann Eva mit Summer und Karo mit Neva waren gegen Ende dran. Mein Start lief eigentlich sehr gut, außer dass ich wieder viel zu langsam gelaufen bin. Lia war daher etwas jumpy aber hat ansonsten wie immer genial gearbeitet. Schlussendlich sind wir auf dem 3. Platz hinter Eva mit Summer und Christine mit Argo gelandet, ich bin also absolut zufrieden mit diesem Ergebnis! Die Trainingsrunde in Novice am Nachmittag hat mega Spaß gemacht, war super effektiv und lehrreich und kurzum richtig genial. Hier das Video-Danke an Karo fürs Filmen:

Doch dieser geniale Wettkampf sollte nicht das einzige Highlight des Tages bleiben. So machten wir 7 uns nach der Siegerehrung noch auf nach Den Haag, genauer gesagt nach Kijkduin an einen wuuuunderschönen Strand. Nichts war los, der Sonnenuntergang war bilderbuchreif, die Hunde hatten ein Strahlen in den Augen, wir genossen das Meer, den Strand, die Sonne – es war unbeschreiblich schön! Klar dass wir das festhalten mussten… hier ein paar der vielen Fotos:

Die Nacht durften wir bei Trudy verbringen und uns das Geld für ein Hotel sparen – vielen Dank dafür an Trudy!! Am Sonntag fuhren wir dann nach einem ausgiebigen McDonalds Frühstück (+Mittagsessen *grins*) zurück ins Saarland wo wir den Tag mit einer kurzen Trainingseinheit auf Karos Hundeplatz (Balou durfte THS-Luft schnuppern und fand das großartig) und einem Gassi ausklingen ließen.

Am Montag ging es dann auch schon wieder zurück nach Hause.. viel zu schnell vergingen unsere Ponyhof-Tage, die wir dafür richtig genossen haben! Dieser Kurzurlaub war einfach toll, wir hatten Spaß ohne Ende, spitzen Trainingseinheiten, wunderschöne Spaziergänge und und und… das schreit nach einer Wiederholung!!!!

Gelerntes Anwenden…

Gelerntes Anwenden…

Wie praktisch, dass kurz nach dem “Hunde-Analyse” Seminar die Bande ‘Nova Scotia Duck Tolling Retriever’ von Astrid Jurksch (High Spirit Toller) exakt 8 Wochen alt war – perfekt um das am Seminar Gelernte gleich mal direkt am Welpen zu testen. Also machten wir uns zu zweit an die Analyse der sechs Jungs… Es war seeehr spannend die Welpen direkt miteinander vergleichen zu können und alle wichtigen Punkte der “Welpen-Analyse” von Pat Hastings abzuarbeiten. Ein absolut aufschlussreicher, interessanter und lustiger Abend. Die Buben waren ganz brav, haben sich von uns hinstellen und vermessen lassen und wollten gar nicht mehr runter vom Tisch, bei so viel Leckereien als Belohnung für’s Stillstehen. Wir haben alle fotografiert, Listen geschrieben und sind schon gespannt wie sich die Welpis entwickeln. Zu ihrem zweiten Geburtstag gibt es dann die nächste Analyse und dann sehen wir mal, wie gut wir analysiert haben ;)

Seminar “Hunde-Analyse”

Seminar “Hunde-Analyse”

Durch Zufall habe ich die Ausschreibung für dieses Seminar im Internet entdeckt und zu meinem Glück sollte es auch noch um die Ecke stattfinden. Klar, dass die Anmeldung dann binnen weniger Minuten verschickt war. So viel positives, wie ich über dieses Seminar bereits gehöre habe, war es fast schon ein Muss, dort hinzugehen.

Was soll ich sagen – es war ein wahnsinnig lehrreiches und hoch interessantes Seminar mit viel spannenden Input, ehrlichen Worte und geballtem Wissen, seitens der Referentinnen. Ich war dort eine der wenigen “Nicht-Züchter”, aber es schadet ja nie sich über solche Themen zu informieren, vor allem wenn es auch für den Hundesport unerlässlich ist  zu wissen, wie der Hund gebaut ist; was wichtig ist und was nicht. Sowieso ist es mir spätestens nach diesem Seminar ein Rätsel, warum so viele “Züchter” einfach mal drauf los “züchten” ohne sich ernsthaft damit auseinander zu setzen, ob der Hund gebäudetechnisch das erfüllt, was für müheloses Arbeiten wichtig ist, nämlich ein funktionaler, harmonischer Körperbau. Mal ganz abgesehen von Wesen und Trainingseigenschaften! Sicherlich kann man nach einem Seminarbesuch keinen Hund perfekt analysieren, aber man schaut anders hin und beurteilt (hoffentlich) objektiv und nach bestimmten, unerlässlichen Kriterien.

Ich empfehle dieses Seminar allen, die etwas Sinnvolles zu diesem Thema lernen möchten!

Weitere Infos, auch über die Referentinnen, gibt es hier: www.welpenanalyse.com

Das Möp und das Saarland

Das Möp und das Saarland

Am Freitag haben wir uns auf den langen Weg ins Saarland gemacht um auf dem 1. saarländischen Dogdance Turnier dabei sein zu können. Endlich mal wieder (auch) als Starter! Neben dem Richter bin ich mit dem Möp die Klasse 1 gestartet – er war sehr wild, laut und grandios!

Erkenntnis des Turniers: Das Möp kann bellen!!! Und zwar beim Arbeiten!!! Typischer Fall von “das hat er ja noch nie gemacht”, aber ich fand es einfach nur lustig und das Möp fand sich selbst sowieso urkomisch – wie immer also! Abgesehen von den Abzügen für die gewaltigen Lautäußerungen, war die Choreo zwar anders wie geplant (also leicht chaotisch) aber dennoch hat das Möpschen sehr gut durchgearbeitet und im Anschluss seinen Jackpot kassiert. Da ich als Hauptrichterin von den Platzierungen ausgeschlossen war, bekamen wir “nur” einen Eintrag ins Lizenzheft und haben immerhin einen Aufstiegspunkt bekommen, also kann es so schlecht nicht gewesen sein ;) Mit diesem kleinen Powerhund macht es einfach Spaß. Da ist es mir wirklich egal, ob er bellt, seine eigenen Ideen mit einbaut oder etwas mal nicht ganz so exakt ausführt, wie er es sollte. Er hat (vor allem für einen Lhasa Apso x Shi-Tzu Mix) einen großartigen Arbeitswillen und ist einfach eine kleine Rampensau. “Will to please” – wie man es so schön sagt, müsste man allerdings etwas abwandeln in “will to please himself”, aber immerhin DAS hat er in großem Maße! ;-)

 

STUNNING!

STUNNING!

Crufts 2012!

Es war wieder mal genial! Jedes Mal ein Erlebnis der ganz besonderen Art, nicht zuletzt weil man dort in Birmingham viele Freunden und Gleich-Verrückte trifft. Da muss man erst nach England fliegen um sich wiederzusehen.

Los ging es bereits am Donnerstagabend, als ich mit Erschreckend feststellte, dass ich mein Flugticket aufgrund eines geschrotteten Laptops nicht ausdrucken kann und mein Personalausweis zeitnah (also wirklich zeitnah) abläuft. Nach einem kurzen Anruf bei der Lufthansa, relativierte sich das mit dem Ticket schonmal, da es wohl ausreicht wenn man seinen (gültigen!) Perso vorlegt. Freitag gaaanz früh am Flughafen in München haben das Vronerl und ich uns dann gemeinsam auf den Weg zum Check in Schalter gemacht. Das mit dem Perso-anstatt-Ticket hat geklappt und es ging direkt weiter zur Sicherheitskontrolle und dem aufwändigen Kamera-Filzen. Als wir auch da endlich durch waren, galt es nur noch die Schalter zu passieren, an denen man erneut nach dem Personalausweis gefragt wurde. Joa… der nette Herr in Uniform fragt mich recht unhöflich wo es denn hinginge, ob ich vor habe dort länger zu bleiben (eindringlicher Blick auf das Ablaufdatum) und warum ich denn so grinse?! Birmingham – nur bis Sonntag – ich freu mich halt. Danke – schönen Tag. Ihnen auch. Also manchmal…

Der Flug selbst war kurz und schmerzlos, abgesehen von den ekligen Rosinen-Dingern (“Vroni, Essen gibt’s! Wird schon irgendwas ohne Rosinen sein, ist ja sonst eh das einzige was ich nicht mag!”).

In Birmingham angekommen gingen wir mit Werner (der uns freundlicherweise abholte) kurz ins Hotel und dann direkt auf die Crufts, wo wir Miri, Andrea, Fabi und kurz darauf auch Eva und Sabrina getroffen haben. Den restlichen Vormittag verbrachten wir dann mit Obedience gucken, shoppen, shoppen, shoppen und shoppen. Am Nachmittag machten Eva, Sabrina und ich dann noch einen kurzen Ausflug zu einem tollen Border Collie Rüden, den Eva sich anschauen wollte. Was für ein traumhafter Hund – fast hätte ich ihn eingesteckt. Der Abend im Hotel war dann aufgrund einiger inkompetenter Servicekräfte nicht ganz so entspannt wie erhofft aber dafür zeitweise ziemlich lustig, anders als die darauf folgende Nacht, die alles andere als lustig war, da es zu 4. im Doppelbett leider doch etwas eng war (wer hätte das erwartet?). Nun denn, lustig war es dann doch irgendwie.

   

Den Bericht vom Samstag halten wir kurz: Int. Freestyle Finals gucken, Shoppen, Obedience gucken, Shoppen, Training des World Cup Teams gucken. Das Abendessen im Hotel wollten wir eigentlich nicht wiederholen, ging aber leider nicht anders, da alles andere um 20.00 Uhr bereits nichts mehr Essbares oder geschlossen hatte. Bis wir dann einen Tisch im Hotel bekommen haben war’s fast 22.00 Uhr, aber immerhin mussten wir keine weiteren 2 Stunden auf das Bestellte warten – ein Fortschritt!

…Eintrag der Grimassen!

Dann war er auch schon da, der Sonntag! Gott, sahen die alle schick aus!!! Weiße Polohemden mit rotem Aufdruck (jeder seinen vollen Namen + der Name des Hundes) und eine todschicke Softshell-Weste in schwarz, ebenfalls einem roten Aufdruck-richtig toll. um 7.15 Uhr waren wir alle bereits in der Halle. Das Team hat fleißig Glückwunschkarten an die anderen Starter verteilt und sich den Ablauf angeschaut. Wir waren erst nochmals shoppen und haben uns dann mit Kaffee, Videokamera und Fotokamera in den Fan-Block, zwischen jubelnde Holländer und kreischende Australier gesetzt. Nachdem alle Teams willkommen geheißen wurden, ging es auch schon los. Hier die Startreihenfolge der Länder:

1. Holland

2. Scotland

3. Southern Ireland

4. Australia

5. Northern Ireland

6. USA

7. Germany

8. Canada

9. England

10. Belgium

11. Wales

Hinten: Domi Ficek und Susi Huber (Teammanager)
Vorne: Eva Hampe mit Piper, Julia Berndt mit Matrix, Christine Peska mit Argo und Gaby Recker mit Fabio

Die erste deutsche Starterin war Gaby Recker mit Fabio. Die beiden legten eine super Runde auf den grünen Teppich und Gaby war die ganze Zeit nur am grinsen, sehr niedlich! :) Hier ihre Abzüge der einzelnen Übungen: Directed Retrieve 3 pts (von 50), Heelwork 13 pts (von 60), Sendaway&Recall 2,5 pts (von 40), DC 14 pts (von 50) und Retrieve over hurdle 5,5 pts (von 30).

Nach vielen weiteren beeindruckenden Teams, war Eva Hampe mit dem Piper an der Reihe. Obwohl Eva bereits Stunden vorher der festen Überzeugung war, nicht das mittlere Apportel für den Richtungsapport, zog sie es doch und Piper brachte leider das falsche. Ist ja aber auch klar, wenn Eva ihm Ewigkeiten zuvor eintrichtert, dass er eh nicht das mittlere bringen muss und dann soll er es auf einmal doch?! ;) Ansonsten waren die beiden einfach toll anzusehen und Piper hat schön gearbeitet! Bei der Distanzkontrolle war er sogar eifriger als gewollt und bekam für jeden Wechsel den er zuviel gemacht hat, wieder einen Punkt dazu. Oder so *grins*. Directed Retrieve 45 pts (von 50), Heelwork 16,5 pts (von 60), Sendaway&Recall 1,5 pts (von 40), DC 10 pts (von 50) und Retrieve over hurdle 0,5 pts (von 30).

Zum Schluss waren Christine Peska und Argo an der Reihe. WHAO! Christine konnte sich während der Fußarbeit kaum auf ihren Hund konzentrieren, da sie große Schwierigkeiten hatte den Steward zu verstehen, aber Argo zog sein Ding einfach durch! Auch alle anderen Übungen meisterten die beiden mit beeindruckenden kleinen Tricks und einer überragenden Sicherheit. Directed Retrieve 2,5 pts (von 50), Heelwork 8,5 pts (von 60), Sendaway&Recall 8,5 pts (von 40), DC 8 pts (von 50) und Retrieve over hurdle 2 pts (von 30).

Es war ja so spannend!!! Daumen drücken bis sie blau anlaufen, dass der Hund doch biiiiitte zum richtigen Apportel läuft. Die Luft anhalten, während der Hund Richtung Sendawaymarker läuft – wo stoppt er? Und vergessen die Kamera in die Hand zu nehmen und Fotos zu machen, vor lauter Anspannung während der Fußarbeit!

Einfach genial dieses Wochenende! Und auch wenn das Kontingent an “Hundezubehör und Co.” nun definitiv mehr als erschöpft ist, freue ich mich bereits auf nächstes Jahr!

Frühling

Frühling

Endlich wird es wieder wärmer! Lebt wohl Rutschpartien mit dem Auto, Training in Schneematsch, dicke Winterklamotten und immer kalte Finger – bis nächstes Jahr, lasst euch ruhig Zeit bis ihr wieder kommt. Wer braucht eigentlich den Winter? Ich bin zugegebenermaßen ein absoluter Sommer-Mensch. Wobei, eigentlich eher ein Frühling- und Herbst-Mensch. Da ist es nicht zu warm und nicht zu kalt, das Licht ist genial und die Farben einzigartig. Keine Frage, ein Spaziergang in schöner Winterlandschaft ist toll und ich liiiiebe es durch knirschenden Schnee zu stapfen und die Hunde zu beobachten, wie sie sich darin kullern und vor allem Balou; er ist immer ganz hin und weg wenn endlich Schnee liegt! Aber trotzdem… ich freue mich, dass es endlich wieder wärmer wird.

Den heutigen Frühlingstag haben wir so richtig ausgenutzt und eigentlich sieht so momentan fast jeder Tag aus. Uni und Arbeit halten sich aktuell ziemlich in Grenzen was den Zeitaufwand angeht, so bin ich umso mehr mit den Hunden unterwegs, was sie sehr genießen und ich natürlich auch.

Was das Training angeht, sind wir nach wie vor sehr fleißig. Gestern habe ich beim Einkaufen super süße sendaway marker entdeckt und konnte nicht gehen, ohne zwei davon mitzunehmen. Ostern hat doch wirklich auch was Gutes!  Das schwarz/weiße Tierchen da in der Mitte ist übrigens ein Hund (auch wenn es was die Ohren angeht, den Häschen in fast nichts nachsteht ;-) ). Auf jeden Fall wurden die marker heute direkt getestet und für gut befunden-wie auch anders. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Nest mit Hunde-Ostereiern als backmarker, um sich die Belohnung direkt selbst mitnehmen zu können….

   

Ein weiterer GROßER Vorteil des immer näher kommenden Frühlings ist auch, dass man endlich wieder ungehindert Sport machen kann. So haben wir Fahrrad und Inliner aus dem Keller geholt und nutzen sie nun beide wieder regelmäßig-hab ich das vermisst. Die Hunde finden es großartig und können gar nicht genug bekommen! Seit ca. drei Wochen (mit kurzem Schnee/Regenausfall) sind wir nun regelmäßig 4x die Woche mit dem Fahrrad oder den Inlinern unterwegs. Ich versuche so zu fahren, dass beide gleichmäßig traben können, was auch sehr gut klappt, wenn ich Balou etwas zügle ;) Bisher habe ich es so gehandhabt, dass ich die erste Runde (6km) mit Balou und Lia zusammen gefahren bin und dann nochmal eine etwas kleine Runde (4km) mit Balou alleine dran gehängt habe. Nach und nach werde ich Lia jetzt auch dazu nehmen, allerdings werde ich es langsam steigern, damit es nicht zu viel auf einmal ist. Das Möp findet Fahrrad fahren eher uncool – ist ja auch viel zu schnell für ihn und er bevorzugt sowieso Spaziergänge mit viiiielen Hundebegegnungen. Bekommt er dann natürlich auch, diese Extrawurscht! Auf unseren langen Gassi-Runden sind ja sowieso immer alle drei dabei, aber für gezielten Muskelaufbau und Ausdauertraining braucht’s schon etwas mehr als “normales” Spazierengehen. Hmm, auch wenn man nicht gerade behaupten kann, dass meine Hunde “normal” spazieren gehen. Das Möp ist grundsätzlich 20-30m hinter mir. Nicht weil er so langsam geht oder weil er es für sinnlos betrachtet bei mir zu bleiben.. nö.. er braucht eben seine Zeit. Gassi gehen hat für ihn mit allem zu tun, aber nicht mit Tempo, Stress, Eile oder sonstigen ihm unbekannten Dingen. Wenn er eine gut riechende Stelle entdeckt, muss aaaaaausgiebig geschnüffelt werden, die Stellen daneben riechen dann grundsätzlich auch interessant, markieren kann man dann auch noch und zum Abschluss lieber nochmal drüber schnüffeln. Tja, das brauch eben seine Zeit! Dann kommt er wieder angepest, staubt hier und da mal ein Leckerlie ab und dann geht der Spaß von vorne los – einfach herrlich der Dickie! Balou ist auf Spaziergängen in seiner ganz eigenen Welt. Ich glaube er könnte den ganzen Tag nur durch Wälder, über Wiesen und (vor allem!) durch Bäche schlendern, das ist – glaube ich – sein größtes und liebstes Hobby. Schlendern! Zeitung lesen.. bummeln.. allerdings habe ich noch keinen Hund erlebt, der das alles in dieser Geschwindigkeit tun kann. Entspannt aber gleichzeitig irgendwie hektisch; immer auf Zack und vor allem permanent mit einem Auge und einem Ohr bei mir. Und Lia.. ja Lia.. also auf jeden Fall ist sie grundsätzlich 30-50m vor mir, unermüdlich am Laufen (langweiliges Rumschnüffeln ist nicht so ihr Ding) und legt die Strecke die wir zurücklegen, mindestens 3x mehr zurück. Da ich sie aber zu 100% (darf man ja nie sagen, stimmt aber) abrufen oder ins Down rufen kann, habe ich auch gar kein Problem damit dass sie so weit vorne weg läuft. Sie genießt es einfach rennen, rennen, rennen und rennen zu können. Also, “normales Gassi” sieht bei manchen vielleicht anders aus, aber wer will denn schon normal sein?

   

Wer oder was bist du?

Wer oder was bist du?

Ein Border Collie?! Nein.. zumindest nicht, wenn das da neben dir auch welche sind!

Wir sind zurück von der IHA München und es war mehr als eindeutig: Wir sind anders! Andersartigkeit ist ab heute eine Tugend und wir sind sehr stolz auf diesen Stempel auf unserer Stirn. Denn wenn man Tonnen an Fell, einen extremen Stopp, Glubschaugen und einen Tippelgang braucht um eine gute Bewertung bzw eine Platzierung zu bekommen, verzichten wir gerne.

Es ist völlig klar, dass jeder Hundebesitzer andere Prioritäten und sicher auch Geschmäcker hat (wäre ja sonst auch langweilig) und ich habe kein Problem mit diversen Vorlieben was die Optik und die Funktionalität der Hunde angeht – jedem das Seine. Aber dass all das einer Rasse entsprechen soll? Hmm… Wir haben uns heute auf jeden Fall ziemlich fremd gefühlt.

Das Keksi fand’s trotzdem irgendwie cool. Sie stand die ganze Zeit mit Spannung auf ihren 4 Füßchen, war aufmerksam und ist sehr schön gelaufen. Zwischendurch war ihr das Prozedere immer mal wieder zu fad und sie wollte anderweitig für Action sorgen, das haben wir dann aber auf später verschieben können. Kaum waren wir aus dem Ring draußen, musste dann erstmal etwas Dampf abgelassen werden – zu niedlich! Ich habe mein Bestes gegeben, sie angemessen zu präsentieren und hoffe dass mir das gelungen ist. Trotz einer durchwachsenen Bewertung und unschlagbar felliger Konkurrenz, haben wir ein ‘SG’ bekommen und verabschieden uns erstmal wieder von Ausstellungsringen. Die Zeit wird wieder sinnvoll genutzt!

Obedience vs Ausstellung

Obedience vs Ausstellung

Traurig aber wahr, dieser Kampf wird kein leichter sein! Jede Trainingseinheit die gleiche Frage… Obediencetraining?! Oder doch lieber mal Ausstellungstraining? Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, für was wir uns zu 99% entscheiden! Auch wenn das Ausstellungstraining gar nicht so unwichtig wäre, da der Termin ja immer näher rückt! Aber man muss ja Prioritäten setzen und die sind bei uns eindeutig nicht auf der “Aussteller-Seite”. Gut so! (meint auch Lia, die viiiiel lieber Obedience, als Rumstehen und sortiert geradeaus laufen trainiert).

Wir werden am Samstag so oder so unser Bestes geben und einfach mal sehen, was dabei raus kommt.